Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum

Zwischen Reiz und Reaktion liegt Magie 

Wie Du diesen Raum nutzen kannst um Dir innere Ruhe durch Selbstführung zu schenken

Es gibt diese Momente: Tante Trude lässt ihre verbalen Spitzen zwischen Sahnetorte und Kaffee los.
Die Betreffzeile einer neuen E-Mail mit drei !!! ploppt in Deinem E-Mail-Eingang auf.
Das sind nur zwei dieser ungemütlichen Situationen eines Alltags, die du so auch kennst oder in anderem Outfit.
Viele von uns stehen in 0,0001 Sekunden danach in Flammen. 

Kennst Du das?

Noch bevor Du auch nur einmal laaange ausatmen konntest, gibst Du es dem Absender der Mail so rrrrichtig und unwideruflich zurück.
Oder Du reagierst gar nicht, lässt es rein, schluckst es runter, grübelst nachts zwischen 23:37 und 2:58 noch darüber, was Du eigentlich hättest sagen sollen, während Tante Trude im Reich der Träume weilt.
Nicht nur das: Wir erzählen es der Kollegin, dem Partner. Wärmen immer wieder auf, was uns Unangenehmes widerfahren ist. Wie ein Essen, das Dir noch nie geschmeckt hat und die Mikrowelle es nicht leckerer werden lässt, je öfter der Teller damit Karussell fährt. Hat das ewige Durchkauen jemals etwas verbessert? Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Nö. 
Fakt ist: sind wir im Stress, sehen wir meist keine Möglichkeit adäquat zu reagieren und den oft winzigen  Raum zwischen Reiz und Reaktion für uns zu nutzen.

Klar, denn im Stressmodus wird unsere komplette Energie in die Flucht gesteckt.

Gut zu wissen: Unser System unterscheidet nicht zwischen gefährlichen Tieren in der Steinzeit oder einer Betreffzeile. Mehr dazu
In diesem Blogbeitrag geht es darum, wie Du den Fuß in die Tür zu diesem Raum stellen kannst, bevor sie zufällt. Dieser wirksame Raum zwischen Reiz und Reaktion.
Holen wir uns die eigene Kontrolle, unseren Einfluss-Moment doch ab jetzt lieber wieder zurück und
unser Ruder festhalten, wenn die Welle kommt.
 
👉 Noch kurz zur Gender-Thematik: Als Menschenfreundin meine ich grundsätzlich immer Euch alle.
Aus meiner Sicht liest es sich so einfach flüssiger. 

Lass uns mal kurz zurück beamen

Es sind keine neuen, bahnbrechenden Erkenntnisse.
Seneca, der römische Stoiker, schrieb vor fast 2000 Jahren sinngemäß:
Nicht jede Einladung ist eine Verpflichtung — und nicht jede Stimmung braucht einen Kommentar.“
2000 Jahre später sagt es uns  Mel Robbins mit ihren Worten. Ihre „Let Them“-Therie liest sich einfach: LASS SIE.
Lass die anderen denken, was sie denken. Lass sie handeln, wie sie handeln. Lass die E-Mail ankommen, den Kommentar fallen, die Erwartung im Raum stehen. Und erst dann entscheide DU, wie DU die Situation beurteilst und darauf reagierst. Eine Möglichkeit: LASS MICH eine Nacht darüber schlafen, um morgen eine bessere Antwort zurückzusenden.
Und im Buddhismus? Dort wird seit 2500 Jahren die Kunst gelehrt, den gegenwärtigen Moment zu beobachten, ohne sofort zu urteilen oder sofort zu handeln. Innehalten gilt dort nicht als Schwäche, sondern als höchste Disziplin.
 

Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit

Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. Unsere Macht, wie wir reagieren wollen. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“
Dieses Zitat, das meist Viktor Frankl zugeschrieben wird, stammt tatsächlich von Stephen R. Covey — wie das Viktor-Frankl-Institut Wien bestätigt hat. Der Gedanke dahinter behält seine zeitlose Gültigkeit.
Er beschreibt etwas, das wir alle kennen: Die Zeit, die wir zum Ausatmen und gelassenen Reagieren brauchen — und die wir uns meist nicht nehmen.

Was uns niemand nehmen kann

Der Stoizismus hat darauf eine klare Antwort: Du kannst nicht kontrollieren, was auf Dich zukommt, was jemand sagt, denkt, fühlt oder schreibt. Was jedoch in Deiner Macht liegt: Nur Du kannst kontrollieren, wie Du darauf antwortest.
Klingt simpel. Ist es auch. Simpel ist jedoch nicht dasselbe wie leicht. Es braucht Übung. Die gute Nachricht: Es ist nie zu spät, es noch zu lernen.
Die Freiheit der Antwort  kann uns niemand nehmen. 
 

Ob ich mich wohlfühle — kann ich das wirklich selbst steuern?

Kurze Antwort: Ja und nein.

Deine Gefühle kannst Du Dir nicht aussuchen. Sie kommen und gehen. Doch Du kannst sehr wohl entscheiden, wie Du sie wahrnimmst, was Du mit ihnen machst und wie Du reagierst.
Du kannst bewusst entscheiden innezuhalten. Deine Gefühle anzunehmen, da sein zu lassen. Nicht bewerten.
Nicht der Stress-Reiz (Trigger) als solcher bestimmt unsere Reaktion, sondern unsere unbewussten Bewertungen. Zwischen einem Reiz und unserer Reaktion liegt der klitzekleine Raum und die Möglichkeit der Bewertung. In diesem Raum haben wir die Freiheit, automatische Stressreaktionen zu stoppen und uns für eine bewusste, neue  Antwort zu entscheiden. Wie wäre es zu Abwechslung mal mit Humor?
Ich finde übrigens auch, souverän sein heißt  nicht, cool und schlagfertig zu sein.

Erstmal ausatmen

Hier eine ganz konkrete Einladung für die Umsetzung im Alltag.
Wenn Du merkst, dass Dein Puls steigt und Dir die Röte ins Gesicht schießt, darfst Du erstmal tief und genüsslich ausatmen. Lass Dir die Zeit zu sagen: „Ich schaue mir das gleich nochmal an und melde mich.“ 

Ich-Botschaften machen hier den Unterschied

Nicht „Du hast das falsch gemacht“, sondern „Ich erlebe das so…“ — „Ich merke…“ — „Auf mich wirkst Du…“ Ein ruhiger, selbstverständlicher Ton, der keine Verteidigung braucht und wenig Angriffsfläche bietet.

Souveränität klingt warm und charmant

Ein paar Beispiele, die ich selbst sehr schätze:
Wenn Du einen Kommentar nicht einfach hinnehmen möchtest:
Interessant, dass Du das so siehst. Ich erlebe das ganz anders.“
Wenn Du Zeit brauchst:
Ich schaue mir das in Ruhe an und komme dann gerne auf Dich zu.“
Wenn jemand Dich in eine Diskussion ziehen will, für die Du nicht bereit bist:
Ich merke gerade, dass ich mich lieber tiefer informieren möchte und melde mich dann bei Dir.“
Was all diese Sätze gemeinsam haben: Sie erklären sich nicht lang und breit. Sie klingen nicht aggressiv, sondern ruhig. Mein Tipp: Passe Deine Stimme an und gehe am Satzende lieber runter. Das wirkt dann wie ein Punkt. Kein weiteres „aber… weil…“ und keine Erklärtirade hinterher.

Souveränität ist eine Haltung

Souveränität bedeutet nicht, immer die richtige Antwort parat zu haben.
Souveränität bedeutet nicht, nie unsicher zu sein oder nie Fehler zu machen. 
Souveränität ist Klarheit. Die innere Gewissheit: Ich weiß, wer ich bin. Ich weiß, was mir wichtig ist. Und ich lasse mich von dem, was von außen kommt, nicht einfach mitreißen. Manchmal braucht Souveränität auch Überwindung zu sagen; „Ich weiß es nicht“. 
Das spürt man bei jemandem, der souverän ist. Kein lautes, schrilles Auftreten, sondern der ruhige, selbstverständliche Ton, der keine Verteidigung braucht und keine aufbaut. Der Blick, der standhält. Die Stille nach einem Statement, die sich nicht erklären muss und die wir „aushalten“ dürfen.
 

Noch im Opfermodus oder schon (wieder) Gestalterin?

Wenn wir im Reaktionsmodus feststecken, fühlt sich das Leben eher an wie etwas, das mit uns passiert. Die Situation kontrolliert uns — nicht andersherum.
Selbstführung bedeutet, den Hebel umzulegen. Nicht die äußeren Umstände zu kontrollieren – das können wir überwiegend gar nicht. Wir dürfen jedoch wissen, wofür wir stehen.
Karin Kuschik, eine der gefragtesten Expertinnen für Selbstführung im deutschsprachigen Raum, hat in über tausend Coachings beobachtet: Es ist mangelnde Selbstführung, die uns ins Drama rutschen lässt. Die allermeisten Stresssituationen sind tatsächlich hausgemacht.
Das klingt erstmal ungewohnt hart. Gleichzeitig finde ich es zutiefst befreiend. Denn wenn ich mich selbst ins Drama bringen kann, finde ich auch sicher wieder heraus.

Was habe ich davon?

• Du kommst öfter bei Dir an und übst so immer besser, bei Dir zu bleiben.
• Du triffst Entscheidungen, die sich für Dich richtig anfühlen.
• Nachts lädst Du wieder Deine Akkus auf, statt immer wieder eine neue Runde im Kopf zu drehen, die Dich nicht weiterbringt.
• Du wirkst ruhiger und klarer und überträgst es nach außen

• Dein Leben fühlt sich leichter und freier an
Mein Tipp: beginne in Deinem gewohnten Umfeld diesen Raum zwischen Reiz und Reaktion zu entdecken. Wetten, es fängt an Dir Spaß zu machen?
Selbstführung ist kein Selbstoptimierungsprojekt. Du machst Dir und Deinem Umfeld ein Geschenk.

 

Wie kann ich Selbstführung lernen?

Lust auf eine Frage, die Dich gleich erden kann? Voilá:

Was würde meine beste Version jetzt tun?

Wenn ich an mich denke: Meine beste Version bleibt gelassen bei Dingen und Situationen, die sie nun mal nicht ändern kann und für die sie sich nicht zuständig fühlt. Meine beste Version verschenkt ihre Energie lieber dort, wo sie wirken darf.

Und wie passt der eigene Duft ins Thema „Raum geben?“

Menschen nutzen Aromen als Anker seit Jahrtausenden. Schon in Mesopotamien, Ägypten, China und Indien arbeitete man mit Duftstoffen — balsamische Mischungen entstanden, die zur Beruhigung eingesetzt wurden. Buddhistische Mönche verwendeten Räucherwerk bei Zeremonien und zur inneren Reinigung. Und die Römer nutzten aromatische Öle täglich.
Das Wissen ist also auch nicht neu. Ich gebe ihm nur eine neue, persönliche Form und das weiter, was mir hilft aus dem DIY-Alltagsdrama den Ausgang zu finden: Die Wirkung eines Signatur-Dufts ist wie gemacht für genau diesen Raum zwischen Reiz und Reaktion. Wie das funktioniert – neurobiologisch und ganz praktisch- das erzähle ich Dir im nächsten Blogpost. [Link folgt]
 
 

Schon kleine Pausen wirken Wunder

Das nimmst Du am besten gleich noch mit:
Dein Kurztrip ins Lavendelfeld: 7 Minuten für sofortige  innere Ruhe

Bei Dir kommt das Auftanken oft zu kurz? Ich möchte das ändern. Jetzt bist Du mal dran!
In meinem Audio „Kurztrip ins Lavendelfeld“ führe ich Dich durch eine 7-minütige Sinnesreise, die Du jederzeit und überall machen kannst.
Dieses von mir persönlich angeleitete Audio hilft Dir dabei,
🌿In wenigen Minuten neue Kraft schöpfen
🌿Dein Nervensystem zu beruhigen
🌿Die Kraft der Pause zu erleben
HOL DIR JETZT DEIN AUDIO „KURZTRIP INS LAVENDELFELD“

Deine Abkürzung zu mehr Balance und Gelassenheit im Alltagsrauschen. Einfach natürlich entspannt – mit dem, was Du hast, dort wo Du bist.

Wer hier schreibt?

Hi, ich bin Karin. Mentorin für Signatur-Duft und Entspannung.
2020 kam ich mit einer Duftmischung, die etwas ‚konnte‘ in Berührung. Ich war beeindruckt und fasziniert.
Mit nur einem Tropfen einer ätherischen Öle-Mischung, die besser noch wie jedes Parfum für mich duftete, legte sich mein inneres Chaos sehr schnell.
Durch diesen Wow-Moment und die Erkenntnis, dass ätherische Öle soviel mehr als nur natürlich frisch, blumig, holzig oder krautig duften können, ist 3 Jahre später mein Workshop ‚Signatur-Duft‘ entstanden.
Aus richtig guten Zutaten und einer einfachen Formel entsteht ein besonderes Naturparfum. Besser noch:
Ein duftender Anker für Entspannung & Selfcare. 


>>ERFAHRE HIER MEHR ÜBER MICH – UND DARÜBER, WARUM ICH TUE, WAS ICH TUE
by Karin Pretz 🌿